Bädersituation

Stellungnahme des SV Westick-Kaiserau
In der Besprechung der wassersporttreibenden Vereine mit dem Bürgermeister Hermann Hupe hat unser Vorstand ausreichend Informationen über den Entwicklungsstand der Bäderbetriebe erhalten.
Verständlicherweise ist für uns als Methleraner Verein vor allen Dingen das Hallenbad im Ortsteil von großer Relevanz. Darüber hinaus allerdings beobachten wir die Entwicklung des Schwimmsports im Allgemeinen mit großer Sorge, denn Tatsache ist, dass in NRW mindestens 30% der Grundschüler nicht schwimmen können.
Folglich ist abzusehen, dass bei einer Verknappung von Wasserflächen (Schließung von Hallenbädern) diese Zahl dramatisch zunehmen wird.
Unser Verein leistet hingegen enorme Aufbauarbeit für den Schwimmsport, was sich anhand folgender Angaben deutlich ablesen lässt:
 Unsere Nichtschwimmerkurse sind seit Jahren ausgebucht; die Wartezeiten betragen 3 Jahre!
 Die anschließenden Ausbildungskurse einschließlich der Wettkampfgruppe werden wöchentlich von ca. 200 Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen.
 In der 60köpfigen Seniorengruppe (Alter 35 - 87 Jahre) wird ein großer Beitrag zur Gesundheitsvorsorge geleistet.
Dieser Erfolg wurde nur vor dem Hintergrund einer ausschließlich ehrenamtlichen Tätigkeit aller Mitarbeiter ermöglicht.
Abschließend ist festzuhalten, dass sich entgegen dem demografischen Trend die Zahl der aktiven Schwimmer und Schwimmerinnen in unserem Wirkungsbereich deutlich positiv entwickelt.
Bei einer Schließung des Hallenbades Kamen-Methler erlebt die vorbildhafte Vereinsaktivität als Stadtteilarbeit einen schweren Rückschlag, denn es ist zu befürchten, dass sich die Mitgliederzahl nach mehr als 60 Jahren Engagement wegen fehlender Mobilität bei Kindern und älteren Mitgliedern sehr stark reduziert und dies evtl. zu einer Auflösung des Vereins führen könnte.
Wir appellieren an alle Parteien und Verantwortlichen im Rathaus, ihr Möglichstes zu tun, um eine erfolgreiche Vereinsarbeit weiterhin zu gewährleisten.